Heike Kronenwett (Hrsg.)


Kurstadt im Krieg
Baden-Baden zwischen 1914 und 1918

Das Stadtmuseum Baden-Baden widmet sich 2015 dem Schwerpunktthema Erster Weltkrieg, der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts. Nach dem Blick auf die Region am Oberrhein in einer Sonderschau im Frühjahr, folgt seit Juli die Fokussierung auf die Kurstadt in der Zeit von 1914 bis 1918. Die Ergebnisse der Recherchen für die noch bis 1. November 2015 gezeigte Ausstellung „Kurstadt im Krieg“ im Stadtmuseum Baden-Baden bildeten die Grundlage für dieses Buch.

Baden-Baden war im Ersten Weltkrieg von Kriegshandlungen nicht betroffen. Dennoch veränderte der Krieg auch das Leben in der Kurstadt grundlegend. Mit Kriegsbeginn wurde Baden-Baden Lazarettstadt, in der Hotels, Sanatorien und Badeeinrichtungen in den Dienst des Militärs gestellt wurden. Den Alltag der Bevölkerung prägten mit zunehmender Kriegsdauer Zwangsbewirtschaftung und Mangel. Trotz der schwierigen Verhältnisse unternahm die Stadt alles, um die Position als Fremdenverkehrsort zu erhalten. Konzerte und Kunstausstellungen sollten neben Theater und Kino für Zerstreuung sorgen. Mitten im Krieg erhielt das Kurhaus zwei neue zeitgemäße Festsäle und das Theater erstmals ein festes Ensemble. Das ersehnte Ende des Krieges brachte auch das Ende der Monarchie. Die anschließende Revolution vollzog sich hier – kurortgemäß – in geordneten Bahnen. 

142 Seiten mit zahlr. Fotos, Broschur, 16,90 €