Klaus Fischer
Die lächelnde Stadt

Franzosen in Baden-Baden 1800-1999

Baden-Baden hat eine römische Vergangenheit mit französischer Komponente.
Baden-Badens eigentliche Franzosenzeit, die in diesem Buch geschildert wird, begann 1796. Nach 1815 ist Baden im Großherzogtum eine Sommerfrische mit französischem Anstrich. Auch eine Etappe auf dem weiten Weg von St. Petersburg nach Paris. Nicht wenige prominente Russen kamen übrigens von Paris aus ins Oostal.
Was suchten die französischen Reisenden der Belle Epoque in der Kleinstadt am Saum des Schwarzwaldes? Gewiss, ganz wie die Gäste aus Russland, zunächst einmal ihresgleichen, also andere französische Sommerfrischler, Angehörige der Pariser Oberklasse, Bekannte, Freunde.
1945 machte Baden-Baden unter wenig günstigen Auspizien erneut Bekanntschaft mit der französischen Militärmacht. Es folgten mehr als fünfzig Jahre Kohabitation. Die Einheimischen und die Uniformierten in der Cité gewöhnten sich aneinander, tauschten Höflichkeiten aus, ließen sich Verstimmung nicht anmerken, behelligten sich nicht, blieben sich letztlich fremd.

183 Seiten, Broschur, 11,80 Euro, ISBN 3-936881-09-X

 

Klaus Fischer studierte in Heidelberg, Paris und München Soziologie und Geschichte, bevor er sich als freier Schriftsteller in Baden-Baden niederließ. Zu seinen ortsgeschichtlichen Veröffentlichungen gehören „Russen in Baden-Baden“ (1980), „Baden-Baden erzählt“ (1985) und „Aquae Aureliae – Geschichte der Stadt und des Kurortes Baden-Baden 1945 bis 1992“ (1995).